Sieverdingbeck - Agrar
Miscanthus - Pflanzung - Rhizome - Ernte - in Westfalen
Unser Betrieb beschäftigt sich seit dem Jahr 2002 mit dem Anbau und der Verwertung von Miscanthus.
Ob zu Testzwecken oder weil sich eine eigene Presse nicht lohnt: Wir leihen Ihnen eine Presse!

Allgemeine Informationen


Miscanthus x Giganteus ist ein ausdauerndes C4-Gras und wird bis zu 4 m hoch. Der Spross stirbt über Winter ab. Es stammt ursprünglich aus Asien.

Ein Video zu Miscanthus finden Sie im Bereich “Videos“.


Standort und Boden

Die Ansprüche von Miscanthus sind mit denen von Mais zu vergleichen. Es sollte während der Vegetationszeit eine ausreichende Wasserversorgung gewährleistet sein, jedoch keine Staunässe.

Faustformel:guter Maisstandort = guter Miscanthusstandort


Fruchtfolge

Dauerkultur, die ~20 Jahre genutzt werden kann. Nach intensivem Grünland kann es zu Problemen durch Nährstoffüberversorgung kommen. (unkontrollierte Nährstoffrückgabe).


Bodenvorbereitung

Der Unkrautbesatz sollte möglichst durch eine entsprechende Vorfrucht reduziert werden. Bei Umbruch von Stilllegung vorher mit Totalherbizid abspritzen. So lassen sich Pflanzenschutzmaßnahmen im Bestand auf ein Minimum reduzieren.

Anschließend ca. 20 cm tief pflügen, bei schweren Böden das Saatbett zusätzlich mit Kreiselegge vorbereiten.


Pflanzung

Auslegen von Rhizomen im Frühjahr (März-Mai), 1-1,3 Rhizome/m²

Pflanztiefe: 5 cm auf leichten Böden, 1-6 cm auf schweren Böden

Die Pflanzung sollte unmittelbar nach der Rhizomgewinnung erfolgen um ein Austrocknen der Rhizome zu vermeiden. Feuchte Kühlhauslagerung verlängert die Haltbarkeit entscheidend.

Ein Video zur Pflanzung von Miscanthus finden Sie im Bereich “Videos“.


Düngungsform

Im ersten Jahr (= Pflanzjahr) keine Düngung (Gefahr der Auswinterung), zweites und folgende Jahre: N=10-40, P2O5=10-30, K2O=10-50, Gülle fördert den Wideraustrieb, aber Vorsicht mit Gülle über Blätterteppich am Boden. Bei energetischer Nutzung liefert Asche die entzogenen Nährstoffe zurück.


Unkrautbekämpfung

Miscanthus ist im 1. Jahr und zum Teil auch im 2. Jahr konkurrenzschwach und bedarf der Unkrautbekämpfung.

Die chemische Bekämpfung erfolgt nach der Pflanzung. Im Frühjahr des 2. Standjahres – falls nötig – letzte Unkrautbekämpfung durchführen.


Krankheiten / Schädlinge

Bisher keine Bedeutung.


Ernte

Im 1. Jahr findet keine Ernte statt. Ab dem 2. Jahr wird möglichst spät, jedoch vor dem Wideraustrieb (März / April) bei Feuchtegehalten unter 20 % geerntet. Das Ernteverfahren wird nach der jeweiligen Nutzung gewählt. Maishäcksler und Quaderballenpressen funktionieren problemlos.

Die Erträge liegen je nach Standort bei 15 bis 25 t TM/ha.

Ein Video zur Ernte von Miscanthus finden Sie im Bereich “Videos“.


Verwendung

  • Energie: Verbrennung, Vergasung, Verflüssigung
  • Tierhaltung: Einstreu
  • Bauindustrie: Fenster- und Türrahmen, Leichtbeton, Putz, Estrich, Dach- und Schüttdämmung, Dachdeckung
  • Automobilindustrie: Lenkräder, LKW-Leichtbau, Ölbinder
  • Zellstoffindustrie: Papier, Pappe, Verpackungsmaterial
  • Gartenbau: Torfersatz, Blumentöpfe


Energie

Miscanthus:

1kg à 4,9kWh = 17,5MJ

20t à 98.000kWh = 350GJ

2,1kg Miscanthus ersetzt also 1 Liter Heizöl bzw. 2,4kg ersetzten 1kg Heizöl. Je nach Wirkungsgrad der Heizanlage kann man so 5000-8000Liter Heizöl je Hektar ersetzen.

Sie haben Fragen?

Rufen Sie uns an
02863 / 5671
oder schreiben Sie uns
eine E-Mail!
Kontakt

Anton Sieverdingbeck
Borkener Str. 103
46342 Velen-Ramsdorf

Tel.: 02863 / 5671
Fax: 02863 / 6809
Mobil: 0163 / 85 12 200